Blogbeitrag vom 15. September 2017

Artikel in der Zeitschrift „BILDUNG SCHWEIZ“ 9/2017, Seite 28

„Viele sagen sie würden es gerne tun. Elke Hildebrandt hat es aber tatsächlich gemacht: einen Flüchtling aufgenommen.“
Hier (Seite 28) kann der ganze Artikel einer Pflegefamilie von familynetwork.ch gelesen werden.

Zeitschrift „BILDUNG SCHWEIZ

Blogbeitrag vom 1 Mai 2017

Flüchtlingskindern  ein zu Hause geben

Link auf einen interessanten Blogbeitrag einer UMA-Pflegemutter von familynetwork.ch:

http://blog.zhkath.ch/hintergrund/wir-geben-einem-fluechtlingskind-ein-zuhause/

 

Link auf eine Sammlung von Medienbeiträgen zur Flüchtlingsthematik und dem UMA-Projekt von familynetwork.ch

 

 

Blogbeitrag vom 10.Februar 2015

Rituale - Teil 2

Rituale 2

Ich habe davon geschrieben, wie wir Rituale im Familienalltag gebraucht haben, um in allen Turbulenzen einer grossen, offenen Familie trotzdem Struktur und Ruhe zu schaffen. Inzwischen sind zehn Jahre vergangen, unsere Familie ist noch grösser geworden. Durch die Kinder, die eine Lehre oder weiterführenden Schule besuchen, gibt es eine andere Art Unruhe. Keines unserer Kinder besucht mehr dieselbe Schule, von Unterstufe über Real, Bez und Kanti finden wir alles in unserer Familie. Jede Schule hat ihre eigenen Schulzeiten und zwei Teenager kommen nicht mehr heim über Mittag, zwei andere fehlen jeweils einmal pro Woche am Mittagstisch. Das gemeinsame Nachtessen existiert auch nur 1 – 2x pro Woche: FC, Geräteturnen, Musik, Jugendtreff, Kinderhüten, etc. bestimmen die Programme der Teenager.

Was vor zehn Jahren eine wichtige Rolle in unserem Familienleben spielte, ist heute zu einem grossen Teil verloren gegangen: Rituale, regelmässige Zeiten des informellen Austauschs wo alle Familienmitglieder anwesend sind, Abläufe die Sicherheit geben. Die Spontaneität und Engagiertheit von uns Eltern tragen auch die Kinder in sich. Unser Familienleben ist im Fluss und gekennzeichnet von dauernden Veränderungen. Einerseits ist das normal in diesem Alter. Die Kinder werden gross und grösser, immer selbständiger und planen ihr eigenes Leben, ihre Freizeit und Engagements – das soll so sein. Und trotzdem: eine Familie zeichnet auch gemeinsame Zeiten aus, davon lebt sie, daraus zieht sie Kraft für ein gutes Miteinander…

Höchste Zeit dieses Thema beim nächsten Familienaustausch zu besprechen! 

Blogbeitrag vom 3. Dezember 2014

Stellungnahme des Verbands „Christliche Institutionen der Sozialen Arbeit“ CISA

Familynetwork.ch ist eine von über 60 Mitgliedinstitutionen im Verband CISA. Die Stellungnahme zum aktuellen Medienthema „Christliche Pflegefamilien“ geht auf das grosse Engagement von christlichen Familien in der Gesellschaft und informiert darüber, wie mit christlichen Werthaltungen transparent umgegangen werden kann.

Stellungnahme CISA >> Link

Blogbeitrag vom 24. November 2014

 Fast berühmt

Ich bin berühmt! Fast, jedenfalls. Immerhin habe ich es bis in die Medien geschafft. Wie, Sie glauben mir nicht? Nun, im Oktober 2014 waren die Pflegeeltern, welche eine Freikirche besuchen, in verschiedensten Medien vertreten. Blick, srf, relinfo, Zürcher Oberländer, etc. haben sich zu diesem Thema geäussert. Da ich selbst seit vielen Jahren Pflegemutter bin und eine Freikirche besuche, fühle ich mich also tatsächlich angesprochen. Ich identifiziere mich mit diesen Texten, ich fühle mich als diese „freikirchlichen Pflegeeltern“, von denen in den Artikeln die Rede ist. In vielen Artikeln haben sie zwar kein konkretes Gesicht, aber wenn ich diese Texte lese bekommen diese Pflegeeltern eins, nämlich mein eigenes – und das verschiedener freikirchlicher Pflegeeltern, die ich kenne und schätze.

Ehrlich gesagt, hat mich diese Medienkampagne auf verschiedenen Ebenen wütend gemacht.

  • Einerseits hat es mich gestört, dass einige Artikel sehr unreflektiert und schwarz-weiss daherkamen.  Entscheide im Pflegekinderwesen können selten so einfach entschieden werden, wie die Medien uns das teilweise weismachen wollen. Auch die Entwicklung eines Pflegeverhältnisses prägen so viele Faktoren (die dazu noch unter die Schweigepflicht fallen), dass es meiner Meinung nach unmöglich ist, einen Artikel zu schreiben, der einer Pflegekinder-Geschichte wirklich gerecht wird.
  • Es bestürzt mich, dass Pflegeeltern, die eine Freikirche besuchen, grundsätzlich als „problematisch“ eingestuft werden. Würde es reichen, dass ich denselben Glauben in einer der beiden Landeskirchen auslebe, damit ich nicht mehr „problematisch“ bin? Glauben hat mit Wertevermittlung zu tun. Wertefreie Erziehung gibt es meiner Meinung nach gar nicht. Dass die Qualität meiner Arbeit in Frage gestellt wird, nur weil ich eine Freikirche besuche, macht mich wütend und finde ich extrem ungerecht.
  • Zu Guter Letzt haben mich jedoch auch die Reaktionen von anderen Christen nachdenklich gemacht. Da wird in vielen Äusserungen betont, wie wichtig es ist, dass die Kinder den Glauben kennen lernen. Eventuelle Schwierigkeiten werden verneint oder heruntergespielt. Missbrauch oder Loyalitätskonflikte im Zusammenhang mit dem Glauben scheinen nicht zu existieren. Diese Haltung stört mich enorm. Ich bin überzeugt, dass der Glaube, den eine Familie lebt, ein Kind sehr wohl in einen Loyalitätskonflikt gegenüber seinen anders- oder nichtgläubigen Eltern bringen kann. Und ehrlich gesagt habe ich den Verdacht, dass dies vorzugsweise in Familien passiert, die nicht die Sensibilität für die oben genannten Schwierigkeiten aufbringen oder diese sogar verneinen.

Ja, ich bin eine Pflegemutter, die eine Freikirche besucht und ihren Glauben überzeugt lebt. Genau dieser Glaube hat mir in der Vergangenheit manchmal die Kraft gegeben, die Herausforderungen rund ums Pflegemuttersein auszuhalten. Ich bin im Rahmen meiner Möglichkeiten und meiner Menschlichkeit, die auch Fehler mit einschliesst, eine gute Pflegemutter. Ich gebe mir Mühe, allen Kindern in unserer Familie ein wertschätzendes Zuhause zu geben. Ich kann damit leben und sehe einen Gewinn darin, dass Menschen verschiedene Ansichten vertreten. Ich wertschätze die leiblichen Eltern meiner Pflege- und Tageskinder und wir haben eine gutes Verhältnis miteinander. Ich bin gegen Körperstrafe und für den respektvollen Umgang miteinander. Ich kann mich mit den Kinderrechten der UNO identifizieren und bin diesen auch verpflichtet, da Familynetwork seine Qualitätsstandards an die Kinderrechten der UNO anlehnt.

Ich werde jedoch auch in Zukunft Mitglied einer Freikirche sein – und zwar mit Überzeugung und Freude. Meiner Meinung nach schliesst das eine das andere nicht aus!

Blogbeitrag vom 16. Oktober 2014

Statement christliche Pflegefamilie

In den vergangenen Tagen sind in verschiedenen Medien Berichte über Platzierungen von Pflegekindern in fundamentalistisch-freikirchlichen Familien, bei sogenannten Frömmlern, erschienen. In diesen Artikeln wird darauf hingewiesen, dass Kinder in einen Konflikt geraten könnten, wenn Pflegeeltern den Pflegekindern vermitteln, ihre leiblichen Eltern seien „verloren“ und kämen „nicht in den Himmel“ da diese nicht an Gott glauben. Die Vermittlung von konservativen Werten, die sich weit von den Werten der Herkunftsfamilie entfernen können, seien für ein Pflegekind ein unmöglicher Spagat und für die kindliche Entwicklung nicht förderlich. Fromme Pflegefamilien würden ausserdem oftmals mit Zwang und allenfalls sogar mit Körperstrafen erziehen.

 

familynetwork.ch als Verein von christlichen Pflegefamilien distanziert sich von solchen Erziehungsgrundsätzen und von Familien, die derartige Aussagen machen oder Erziehungsmethoden wie Körperstrafen praktizieren. Die beschriebenen Missstände sind aus unserer Sicht traurig und inakzeptabel. Die Familien des Vereins werden ausgebildet und kontrolliert, sie unterstellen sich klaren Richtlinien die eine entwicklungsfördernde Erziehungssituation garantieren. Erfahrene, professionelle Familienbegleiterinnen besuchen und beraten die Pflegefamilien regelmässig.

 

Das Angebot von Betreuungsplätzen in Familien ist unserer Ansicht noch immer die sinnvollste Form des Aufwachsens ausserhalb der eigenen Familie. Auch die UNO Kinderrechtskonvention erwähnt schon in der Präambel und anschliessend in Art. 20 das Recht des Kindes auf eine funktionierende Familie:

 

„… das Kind sollte zur vollen und harmonischen Entfaltung seiner Persönlichkeit in einer Familie und umgeben von Glück, Liebe und Verständnis aufwachsen…“

 

Dieser Wunsch, diese Deklaration der Kinderrechtskonvention, ist die Motivation unserer christlichen Familien, Kindern einen Platz in ihrer Familie anzubieten.

 

Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA hat zu den Vorwürfen an christliche Familien eine Stellungnahme mit dem Titel „Wertschätzung statt Diskriminierung“ verfasst. Diese Stellungnahme lesen sie unter folgendem Link:

>> zum Artikel

Als Reaktion auf die Polemik und Angriffe im Blick hat die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB des Kantons Zürich eine Stellungnahme verfasst. Sie äussern sich darin zu den Vorwürfen, sie würden zu viele Platzierungen in freikirchlichen Familien vornehmen. Die Feststellungen der KESB lesen sie hier:

http://www.kesb-zh.ch/stellungnahme-zum-blick-artikel-pflegekinder-bei-freikirchlern

 

Weiter sehr lesenswert ist das Porträt unserer Pflegefamilie Haab. Die Weltwoche hat am 23. Oktober eine christliche Pflegefamilie besucht und interessante Einblicke in den konkreten Alltag erhalten. Zum Artikel gelangen sie hier:

>>zum Artikel

 

 

 Beat Bachmann, Geschäftsführer

 

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Statement des Geschäftsführers zu einer Radiosendung (DRS 2, 1.6.2010) zum gleichen Thema.

 

Hören Sie ausserdem die Talksendung von Radio Live Channel mit Beat Bachmann (Geschäftsführer) und Regula Schwab (Pflegemutter) vom Herbst 2010

 

 

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